Was hilft in der Trauer?

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So indi­vi­duell die Trauer ist, so viele Wege gibt es auch, damit umzu­gehen und sich dabei unter­stützen zu lassen. Im Fol­genden haben wir einige Mög­lich­keiten aufgeführt.

Mit der Trauer fühlt man sich oft allein. Nach einer bestimmten Zeit fehlt auch im per­sön­li­chen Umfeld oft das Ver­ständnis. Der infor­melle Aus­tausch mit anderen Trau­ernden kann helfen. Zu diesem Zweck gibt es Trau­er­gruppen, die sich regel­mäßig treffen und meist durch einen festen Grup­pen­leiter geführt werden. Vielen fällt es leichter, mit Trau­ernden zu spre­chen, die eine ähn­liche Ver­lust­si­tua­tion erlebt haben, wie z.B. Ver­lust von Part­ner/-in, einem Eltern­teil, oder einem Kind. Hierfür gibt es spe­zia­li­sierte Trauergruppen.

Trau­er­cafés sind ein noch infor­mel­leres Zusam­men­kommen von Men­schen, die sich über Themen Sterben, Tod und Trauer aus­tau­schen möchten.

Gruppen in der Nähe findet man schnell online, bei­spiels­weise über Seiten wie

https://www.trauergruppe.de/

Trau­er­pro­zesse sind ganz natür­lich und gehören zum Leben. Trotzdem kann es oft hilf­reich oder sogar nötig sein, uns in diesen Pro­zessen indi­vi­duell begleiten zu lassen – weil uns ein Ver­lust beson­ders hart getroffen hat oder wir ganz ein­fach Wege suchen, das Gesche­hene so gut wie mög­lich zu ver­ar­beiten und zu ver­stehen. Auch wenn wir schon Men­schen um uns haben, die uns unter­stützen, geraten diese manchmal auch an ihre Grenzen und wissen nicht weiter. Aus­ge­bil­dete Trau­er­be­glei­te­rInnen helfen auf diesem Weg – sie sind Profis auf dem Gebiet und können daher anders begleiten. Wichtig ist, dass Trau­ernder und Beglei­tender zuein­ander passen. Es sollte immer ein Vor­ge­spräch statt­finden, in dem man sehen kann, ob die Chemie stimmt.

Oft fehlt einem in der Trauer ein Gegen­über, von dem man sich wirk­lich ver­standen fühlt. Jemand, der viel­leicht ähn­li­ches erlebt hat. Weil ein sol­cher Aus­tausch aber enorm helfen kann, gibt es Ver­mitt­lungen für „Trau­er­partner“, also Men­schen, die viel­leicht in einer ver­gleich­baren Situa­tion sind oder waren und eben­falls nach Aus­tausch suchen.

Ein Bei­spiel ist die Seite „Trost­helden“. Hier kann man sich anmelden und mit jemandem ver­binden lassen, der ein ähn­li­ches Schicksal hat.

www.trosthelden.de

Reli­gion und Spi­ri­tua­lität können in der Trauer helfen, weil sie eine tie­fere Ein­bet­tung des Todes in ein großes Ganzes bieten und den Betrof­fenen damit Halt geben. Wer sich in einer bestimmten Reli­gion oder spi­ri­tu­ellen Rich­tung zuhause fühlt, kann in einer Ver­lust­si­tua­tion in Erwä­gung ziehen, mit einem Geist­li­chen, Seel­sorger oder anderem jewei­ligen Ver­treter begleitet zu werden.

Nicht nur durch Gespräche, son­dern auch durch kör­per­liche Akti­vi­täten können im Trau­er­pro­zess helfen. Durch Singen oder Tanzen können Gefühle einen neuen Aus­druck bekommen und anders gelebt werden. Auch bestimmte Sport­arten können hilf­reich sein. Manche Ange­bote richten sich kon­kret an Trau­ernde, wie z,B. der „See­len­sport“ https://www.seelensport.at/

Für viele Trau­ernde ist es hilf­reich, sich über krea­tive Wege aus­zu­drü­cken, Gefühle zu ver­ar­beiten und sich zu erin­nern. Wer gerne schreibt, kann viel­leicht ein Trau­er­ta­ge­buch führen oder dem/der Ver­stor­benen nochmal Briefe schreiben.

Eine wei­tere schöne Mög­lich­keit ist die Arbeit mit Erin­ne­rungs­stü­cken. Viel­leicht kann man aus alten Fotos ein Album bas­teln, oder einen geerbten Gegen­stand sogar in etwas Neues umwandeln?

Trauer ist keine Krank­heit und sollte so nicht gesehen werden. Wer sich in tiefer Trauer befindet, braucht kei­nes­falls des­wegen the­ra­peu­ti­sche Hilfe. Den­noch kann es in man­chen Fällen zu einem erschwerten Ver­lauf des Trau­er­pro­zesses kommen, der es den Trau­ernden nicht erlaubt, wieder gut zurück ins Leben zu finden. Das kann z.B. durch ein mit dem Ver­lust ver­bun­denes Trauma ver­ur­sacht sein. Es gibt keine Faust­regel dafür, wann eine The­rapie sinn­voll wird. Im Zweifel kann ein Vor­ge­spräch mit einem The­ra­peuten geführt werden um fest­zu­stellen, wo man sich auf seinem Weg befindet.

Spe­zia­li­sierte The­ra­peuten in der Nähe findet man bei­spiels­weise auf: https://www.therapie.de/psychotherapie/-schwerpunkt-/trauer/

2020-12-10T15:14:38+01:00